Fünf Gründe für Prozessautomatisierung im Rettungsdienst

Wenn jede Minute einen Unterschied macht

Wenn von Prozessautomatisierung die Rede ist, denken viele automatisch an die Möglichkeiten, die eine sichere Workflow Automation im Büroalltag bietet. Durch einen automatisierten Versand von Gehaltsabrechnungen oder digitalisierte Bewerbungsprozesse können wertvolle Ressourcen bei Mitarbeitenden freigesetzt werden.

Doch es gibt weitere, vielleicht weniger naheliegende, Bereiche, in denen eine sichere Prozessautomatisierung dabei unterstützen kann, wertvolle Zeit zu sparen. Denn es gibt Bereiche, in denen jede Minute einen Unterschied macht. Beispielsweise bei der Feuerwehr, bei der Polizei oder beim Notarzteinsatz. Aus diesem Grund gewinnen automatisierte Prozesse auch im Rettungsdienst immer mehr an Bedeutung – denn für Papierchaos, umständliche Telefonate und unleserliche Dokumente ist im akuten Notfall keine Zeit. 

Automatisierte Übermittlung von Patienteninformationen an Krankenhäuser

Im Rettungseinsatz muss es immer schnell gehen. Besonders schnell muss aber gehandelt werden, wenn Sanitäter, Feuerwehrleute oder Polizisten Verletzte am Einsatzort versorgen müssen. Noch während die Patienteninformationen erfasst werden, muss das zuständige Krankenhaus ermittelt werden, um den Patienten schnellstmöglich zu versorgen. Eine sichere Prozessautomatisierung im Rettungsdienst kann dabei unterstützen, Abläufe effizienter zu gestalten und so wichtige Ressourcen für die Patientenversorgung freizusetzen. Dabei lassen sich fünf zentrale Vorteile für Rettungskräfte, Krankenhauspersonal und Patientinnen und Patienten identifizieren.

1. Höchste Sicherheit bei schützenswerten Daten

Um Verletzte schnellstmöglich zu versorgen, müssen die persönlichen Daten erfasst und an das zuständige Krankenhaus übermittelt werden. Da es sich hierbei um besonders sensible Daten handelt, muss die Sicherheit der Daten jederzeit gewährleistet sein. Eine Manipulation der Informationen kann bei der Behandlung gravierende Folgen haben. Durch eine sichere, verschlüsselte und damit datenschutzkonforme Übertragung direkt aus dem Rettungswagen heraus, kann sich die zuständige Klinik optimal auf die Behandlung der Verletzten vorbereiten. Die automatisierte und verschlüsselte Übertragung von Informationen und Daten ist zu jeder Zeit DSGVO-konform und erfüllt damit alle rechtlichen Vorgaben.

2. Strukturierter und sicherer Dateneingang

Die digitale Erfassung der relevanten Daten, wie allgemeine Angaben zur Person, Vitalparameter und Verdachtsdiagnosen, garantiert, dass alle Informationen erfasst wurden, die für das Krankenhaus notwendig sind. Sie ermöglicht außerdem, dass die Vollständigkeit der Daten automatisch kontrolliert wird, bevor sie an das zuständige Krankenhaus übermittelt werden. Für die häufig ohnehin schon aufgeregten Patientinnen und Patienten bedeutet das, dass sie in dem Trubel ihre persönlichen Daten nur einmal angeben müssen. Da auf das handschriftliche Ausfüllen von Papierformularen verzichtet wird, wird die Bearbeitung der Dokumente erheblich beschleunigt. Auch große Dateien wie Fotos vom Unfallort können problemlos verschickt und zur Nachverfolgung direkt an die zuständigen Stellen übermittelt werden.

3. Automatische Weiterverarbeitung von Patientendaten

Neben dem sicheren Dateneingang bietet die automatische Weiterverarbeitung der Daten einen weiteren zentralen Vorteil. Die übermittelten Daten werden automatisch in der digitalen Patientenakte erfasst und in die entsprechenden IT-Systeme übertragen. Der Verwaltungsaufwand auf der Seite des Klinikpersonals wird damit deutlich reduziert. Von der gewonnenen Zeit profitieren nicht nur die medizinischen Fachkräfte, sondern vor allem die Patientinnen und Patienten.

4. Vernetzung von Kliniken und Rettungsdienst

Eine automatische Benachrichtigung des Personals bereits aus dem Rettungsfahrzeug heraus ermöglicht es zusätzlich, alle relevanten Maßnahmen zu ergreifen, noch bevor der Patient im Krankenhaus eintrifft. Ärzte und Pflegekräfte erhalten damit einen deutlichen Zeit- und Informationsvorsprung, der mehr Planbarkeit in die unvorhersehbare Notfallmedizin bringt und eine bessere Versorgung der Patienten ermöglicht. Die verbesserte und schnellere Kommunikation zwischen Einsatzfahrzeug und Krankenhaus führt zu einer besseren Planbarkeit und einer verbesserten Patientenversorgung. Außerdem sind die Rettungskräfte durch die verkürzten Übergabeprozesse schneller für den nächsten Einsatz bereit.

5. Zeitersparnis und verbesserte Planbarkeit

Durch die digitale Übermittlung der erfassten Daten, kommen diese noch vor dem Patienten im Krankenhaus an. Für das Klinikpersonal sind das unter Umständen wichtige Minuten, um sich auf die Behandlung vorzubereiten, OPs zu reservieren oder andere notwendige Maßnahmen zu planen. Da alle relevanten Daten bereits erfasst und elektronisch in die Patientenakte übermittelt wurden, verkürzt sich der Anmeldeprozess, was zu einer zusätzlichen Entlastung des Klinikpersonals beiträgt. Das Pflegepersonal hat so mehr Zeit für die Patientenübernahme und die Versorgung der Verletzten und müssen sich nicht noch mit administrativen Aufgaben befassen.

Für Rettungskräfte und Klinikpersonal bedeutet eine sichere Prozessautomatisierung im Rettungsdienst mehr Effizienz und Planbarkeit in der Patientenversorgung und kann damit im Notfall wichtige Minuten sparen.

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