Cyberresilienz: Unvermeidliche Notwendigkeit in der modernen Bedrohungslandschaft

München, den 04. Juni 2024 – In einer Zeit, in der Cyberangriffe nicht mehr die Frage des „Ob“, sondern des „Wann“ sind, gewinnt das Konzept der Cyberresilienz zunehmend an Bedeutung. FTAPI zeigt, was sich hinter dem Begriff verbirgt und welche fünf wirkungsvollen Maßnahmen Unternehmen ergreifen können, um sich auf den Ernstfall vorzubereiten.

Was ist Cyberresilienz?

Cyberresilienz bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, sich schnell und effizient von Cyberangriffen zu erholen und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten bzw. diesen schnellstmöglich wiederherzustellen. Cyberresilienz geht daher über reine Sicherheitsmaßnahmen hinaus. Es umfasst vollumfängliche Strategien zur Schadensbegrenzung, Wiederherstellung und der kontinuierlichen Verbesserung der eigenen Cybersicherheit. Damit erweitert die Cyberresilienz den Blick auf klassische Maßnahmen und hebt die firmeninterne CS auf ein neues Level.

Warum wird Cyberresilienz immer wichtiger?

Die Zahl der Cyberangriffe befindet sich auf einem Rekordhoch: Laut Bericht des Branchenverbandes Bitkom beläuft sich der Schaden durch Cybercrime im Jahr 2023 auf 205,9 Milliarden Euro. Die Kosten und Schäden, die durch solche Angriffe entstehen können, sind immens. Pro Jahr entstehen der deutschen Wirtschaft 148 Milliarden Euro Schaden durch reine Cyberangriffe. Eine starke Cyberresilienz kann diese Risiken mindern. Unternehmen, die sich dem Thema annehmen, können sich besser auf zukünftige Bedrohungen vorbereiten und Angriffe besser abgewehren sowie weitere Bedrohungen minimieren. Im Ernstfall bleiben Unternehmen dadurch zudem betriebsfähig und die negativen Auswirkungen werden so gering wie möglich gehalten.

Fünf Maßnahmen zur Erhöhung der Cyberresilienz

  1. Robuste Notfallmaßnahmen: Unternehmen sollten detaillierte Notfallpläne entwickeln, die regelmäßig getestet und aktualisiert werden. Dazu gehört die Definition klarer Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege im Ernstfall. Regelmäßige Simulationen und Schulungen der Mitarbeiter tragen dazu bei, dass im Krisenfall alle Abläufe reibungslos funktionieren.
  2. Dezentrale Dienste: Die Nutzung verteilter Systeme kann die Ausfallrisiken erheblich minimieren. Dezentrale Dienste ermöglichen es, dass Teile des Unternehmens weiterarbeiten können, selbst wenn ein Angriff einzelne Bereiche lahmlegt. Diese Architektur erhöht die Ausfallsicherheit und sorgt dafür, dass kritische Geschäftsprozesse weiterhin funktionieren. Ein entscheidender Aspekt ist beispielsweise die Implementierung von redundanten Systemen in physisch voneinander getrennten Servern an unterschiedlichen Orten. Diese sogenannte Georedundanz stellt sicher, dass kritische Daten und Dienste an verschiedenen geografischen Standorten gesichert sind. Dadurch können selbst bei katastrophalen Ereignissen an einem Standort die Geschäftsprozesse ohne nennenswerte Unterbrechungen fortgeführt werden.
  3. Cloud-Services nach europäischen Sicherheitsstandards: Die Wahl von Cloud-Anbietern, die den strengen Sicherheitsstandards der EU entsprechen, ist entscheidend. Solche Dienste bieten fortschrittliche Sicherheitsfunktionen wie verschlüsselte Datenübertragung, sichere Authentifizierungsmechanismen und regelmäßige Sicherheitsupdates. Ein wichtiger Standard ist hier der Cloud Computing Compliance Criteria Catalogue (C5) vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). C5 definiert Anforderungen an sichere Cloud-Dienste und hilft Unternehmen, den richtigen Anbieter auszuwählen und Compliance zu gewährleisten. Zu den wichtigsten Kriterien gehören neben Angaben zu einem effektiven Risikomanagement auch klare Sicherheitsrichtlinien, die Nutzung von Kryptografie, sowie Maßnahmen für physische Sicherheit, Betriebsmanagement, und Business Continuity. Gleichzeitig wird die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und die regelmäßige Überprüfung der Sicherheitsstandards gefordert.
  4. Ganzheitliche Plattformen: Eine integrierte Sicherheitsstrategie, die verschiedene Aspekte der IT-Infrastruktur abdeckt, ist unverzichtbar – im Idealfall wird dabei alles über eine Plattform abgedeckt. Lösungen, die ein solches Gesamtportfolio mitbringen, bieten eine zentrale Verwaltung und Überwachung aller Sicherheitsmaßnahmen: von der Netzwerküberwachung bis zur Endpunktsicherheit. Das ermöglicht eine koordinierte und effiziente Reaktion auf Bedrohungen.
  5. Kontinuierliche Risikoanalysen: Unternehmen sollten regelmäßig Risikoanalysen durchführen, um potenzielle Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben. Dies umfasst auch die Überprüfung von Drittanbietern und Partnern, um sicherzustellen, dass diese ebenfalls hohe Sicherheitsstandards einhalten.

EU-Gesetzgebung zur Cyberresilienz

Die Europäische Union arbeitet an neuen gesetzlichen Regelungen, um die Cyberresilienz in Unternehmen zu stärken. Eine der wichtigsten Regelungen ist die Richtlinie über die Sicherheit von Netz- und Informationssystemen (NIS 2). Diese Richtlinie verpflichtet Unternehmen, strenge Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und Sicherheitsvorfälle zu melden. Sie zielt darauf ab, die Cybersicherheit in der EU zu harmonisieren und zu verbessern.
Auch der Cyber Resilience Act (CRA) nimmt pünktlich zur Europawahl wieder Fahrt auf. Die “Verordnung über horizontale Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen” verfolgt das Ziel, ein einheitliches Cyersicherheitsniveau für Produkte festzulegen, die auf dem europäischen Markt verkauft werden.

“Cyberresilienz ist heute keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit,” sagt Ari Albertini, CEO bei FTAPI. “Unternehmen müssen proaktiv handeln, um sich vor den unvermeidbaren Cyberangriffen zu schützen und ihre Betriebsabläufe sicherzustellen – das zeigen auch die neuen Gesetze und Regulierungen seitens der EU. Durch die Implementierung robuster Maßnahmen und die Einhaltung der neuesten Sicherheitsstandards können wir das Vertrauen in die digitale Wirtschaft stärken und nachhaltiges Wachstum fördern.”

Indem Unternehmen die richtigen Maßnahmen ergreifen und sich kontinuierlich weiterentwickeln, können sie nicht nur ihre eigene Sicherheit gewährleisten, sondern auch das Vertrauen ihrer Kunden und Partner stärken. Cyberresilienz ist nicht nur ein technisches, sondern auch ein strategisches Thema, das die Zukunftsfähigkeit jedes Unternehmens maßgeblich beeinflusst.

Erfahren Sie mehr zu NIS 2 - im Experten-Talk am 11. April 2024.

Seien Sie dabei, wenn Dr. Dennis-Kenji Kipker und Ari Albertini darüber sprechen, warum es wichtig ist, nicht bis Oktober zu warten, um Vorkehrungen für die Cybersicherheit zu treffen.

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