Wie Sie große Dateien richtig per Mail versenden – und wie nicht!

Eigentlich müsste die E-Mail im Zuge der Digitalisierung alle klassischen Versandprozesse per Post oder Kurier ablösen. Oft scheitert die Umstellung auf einen papierlosen Prozess jedoch an Server-Beschränkungen der Dateigröße für Anhänge oder einem Limit des Speicherplatzes im Postfach des Empfängers.

640 Kilobyte Arbeitsspeicher sollten genug sein, irrte einst – der Legende nach – Bill Gates in einer Zeit, in der eine richtig große Festplatte 20 Megabyte (MB) Speicher zu bieten hatte. Die Entwicklung seither war eine rasante und vergessen sind mittlerweile die Zeiten, als ein Gigabyte (GB) noch als utopische Speichermenge galt.

Dateigröße schon immer ein Problem


Digitale Transformation ist das Zauberwort: Was digital werden kann, wird digital werden. Das führt zu immer mehr Daten und diese werden immer größer. Kein Problem könnte man denken, die Speicherkapazität wächst ja schließlich mit. Das stimmt schon – ein Problem ist jedoch bei aller fortschreitenden Digitalisierung geblieben: der Transport der Daten von A nach B. Früher ärgerte man sich mit der 1,44 MB-Beschränkung der 3,5-Zoll-Diskette herum, heute mit der 5-MB-Quota der E-Mail.

Gerade im geschäftlichen Alltag hat man damit zu kämpfen. Täglich erstellen die Mitarbeiter mithilfe leistungsstarker Software wie PowerPoint, AutoCAD oder der Adobe Creative Cloud, Arbeitsergebnisse in Form von Dateien. Diese Dateien sind oft ziemlich groß und wachsen mit den neuen Technologien weiter. In der internen Verwendung ist das kein Problem beziehungsweise das einzige die Größe des Servers auf dem die Dateien liegen. Der wahre Wert der Daten ergibt sich jedoch im Austausch mit Partnern, Lieferanten und Kunden und diese sitzen nun mal außerhalb des eigenen Unternehmens und damit auch der eigenen IT-Infrastruktur.

E-Mail ist das Mittel der Wahl


Das Mittel, das man gewöhnlich nutzt, ist E-Mail. Große Dateien lassen dieses Medium aber schnell an seine Grenzen stoßen. Das kommt natürlich auch auf die Branche beziehungsweise den Anwender an: Während ein Mitarbeiter in der Filmproduktion eines Unternehmens mehrere GB-große Videos verschicken muss, sendet der Kollege aus der Personalabteilung einen Vertrag von maximal ein oder zwei MB.

Ingenieure, Architekten und Technische Zeichner nutzen meist rechnerunterstützt konstruierte CAD-Dateien mit mehreren hundert Megabyte Größe. Auch medizinische Daten haben es in sich und können von 30 MB für ein Röntgenbild bis zu einem GB bei 3D-CT-Scans reichen.

Mitarbeiter weichen auf ungeeignete Alternativen aus


Können die zur Verfügung stehenden Systeme die Anforderungen an den Datentransfer nicht erfüllen, behelfen sich die Mitarbeiter meist selbst. Mangels Alternativen und oft unter Zeitdruck weichen Anwender auf Lösungen aus, die sie aus ihrem privaten Umfeld kennen: Public Cloud-Lösungen wie Google Drive, Wetransfer, Dropbox oder iCloud sind schnell gestartet, kostenlos und ermöglichen eine einfache Kommunikation mit dem Empfänger. Für den Anwender ist das Problem kurzfristig gelöst.

Die rechtlichen und organisatorischen Folgen können jedoch schwerwiegend sein. Bei den versendeten Daten handelt es sich schließlich meist um sensible Daten wie Geschäftsgeheimnisse oder wie praktisch immer bei Behörden oder im Gesundheitssektor um personenbezogene.

Public Cloud und DSGVO vertragen sich meist nicht


Ebenso wie beim physischen Transport, ist das Thema Sicherheit auch beim elektronischen Versenden allgegenwärtig. Wenn ein Unternehmen Dateien versenden möchte, muss es dafür Sorge tragen, dass diese sowohl sicher verschickt als auch gespeichert werden.

Unternehmen müssen sich neben den Bestimmungen in Regularien wie ISO oder PCI sowie den gegebenenfalls vereinbarten Non-Disclosure-Agreements auch mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) auseinandersetzen. Serverstandorte oder Geschäftssitze außerhalb der Europäischen Union, die fast alle Anbieter von Public Cloud-Lösungen haben, ermöglichen laut US Cloud Act damit den Zugriff auf die Daten. Das wiederum verstößt gegen die DSGVO und kann somit auch Strafen nach sich ziehen.

Die Alternativen zur herkömmlichen E-Mail

FTP – die altbewährte Alternative?


Viele IT-Verantwortliche werden nun mit dem Kopf schütteln. Gerade in der Fertigung werden häufig große Dateien noch über FTP verschickt bzw. hoch- und wieder runtergeladen. Für die Größe stellen diese auch eine Alternative dar, GB-Beschränkungen wie bei Dropbox oder anderen Diensten gibt es nicht. Sicher sind sie jedoch nicht.

FTP-Server verfügen zwar über einen Zugriffskontrollmechanismus (Benutzername und Kennwort), der Upload zum beziehungsweise Download vom Server nach dem File Transfer Protokoll erfolgen jedoch unverschlüsselt. Das heißt, dass eingegebene Kennwörter im Klartext, also völlig unverschlüsselt, übertragen werden.

Secure Content – um sicher zu gehen…


Die Lösung stellen sogenannte Secure Content Plattformen, wie FTAPI dar. Anhänge können hier in beliebiger Größe übertragen werden. Die Inhalte der Dateien werden zudem durch asymmetrische Verschlüsselung geschützt. Die Verifizierung von Empfängern rundet das Sicherheitskonzept ab. Die Anhänge können ausschließlich vom Absender und durch diesen berechtigte Empfänger entschlüsselt werden. Auch FTAPI hat entsprechend des „Zero-Knowledge”-Prinzips keinen Zugriff auf die Inhalte.

Der Datentransfer mit FTAPI lässt sich ohne Aufwand in bestehende Kommunikationsprozesse integrieren. Auch sehr große Dateien wie Baupläne, BIM oder Videos lassen sich einfach von der vertrauten E-Mail-Umgebung aus verschicken, direkt aus Microsoft Outlook, über plattformunabhängige Webapplikation und die mobile App (für iOS und Android). Eventuelle Restriktionen von E-Mail-Providern spielen dabei keine Rolle, da Ihre Empfänger die Anhänge über eine sichere Kommunikationsplattform abrufen.

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