Webinar: EU-Whistleblowing-Richtlinie – Wie Unternehmen jetzt richtig handeln

EU-Whistleblowing-Richtlinie – Wie Unternehmen jetzt richtig handeln

Die EU-Whistleblowing- Richtlinie verfolgt ein klares Ziel: Ein verbesserter Schutz von Hinweisgeber*innen, die Verstöße gegen das EU-Recht melden. Jedoch stellt die korrekte und effiziente Umsetzung der Richtlinie in Unternehmen eine Herausforderung dar und sollte auf der Prioritätenliste ganz oben stehen.

Inhalt

Das Webinar wird gemeinsam von der FTAPI Software GmbH und ihren Partnern Taylor Wessing, SysEleven und der audatis Group veranstaltet. Es werden praxisbezogene Handlungsempfehlungen und Lösungsmöglichkeiten zur schnellen und kostengünstigen Umsetzung der EU-Whistleblowing-Richtlinie für Unternehmen ab 50 Mitarbeiter*innen vorgestellt.

Agenda

  • 10:30

    Rechtliche Rahmenbedingungen: Einführungspflicht – wann und für wen?

    Dr. Oliver Bertram und Dr. Rebekka Krause von Taylor Wessing sprechen über Whistleblower-Schutz als Teil der Corporate Compliance und die sich aus der neuen Richtlinie ergebenden, arbeitsrechtlichen Anforderungen.

  • 11:00

    IT-gestützte Hinweisgebersysteme als effektive und kostengünstige Maßnahme

    FTAPI und SysEleven zeigen am praktischen Beispiel wie sich die Richtlinie mit einem IT-gestützten Hinweisgebersystem einfach, kostengünstig und datenschutz-konform umsetzen lässt und demonstrieren wesentliche Funktionen der FTAPI Lösung.

  • 11:30

    Einführung eines Whistleblower-Systems in Unternehmen unter Berücksichtigung der datenschutzrechtlichen Anforderungen

    Bei der Einführung eines Whistleblower-Systems sind zahlreiche datenschutzrechtliche Anforderungen – wie z.B. Informationspflichten, rechtlich einwandfreie Einwilligungstexte, die Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung – zu beachten. Audatis beleuchtet die wesentlichen Aspekte.

Speaker

Hintergründe

Geltungsbereich der EU-Whistleblowing-Richtlinie

Von der Richtlinie sind grundsätzlich alle juristischen Personen des privaten und öffentlichen Sektors betroffen. Allerdings wurden Ausnahmen hinsichtlich der Größe der Betriebe festgelegt. So sind erst Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern sowie Behörden und Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern dazu verpflichtet, Kanäle einzurichten, über die Rechts-Verstöße gemeldet werden können. Allerdings können diese Schwellenwerte von den Nationalstaaten noch angepasst werden.

Welchen Umfang sieht die EU-Richtlinie vor?

Die Richtlinie sieht vor, dass über die Hinweisgeber-Systeme Verstöße gegen das EU-Recht in einer Vielzahl von Bereichen gemeldet werden können. Dazu zählen etwa der Verbraucher- und Datenschutz, das öffentliche Auftragswesen, Finanzdienstleistungen, Geldwäsche, Steuerbetrug, Produkt- und Verkehrssicherheit, nukleare Sicherheit sowie die öffentliche Gesundheit. Darüber hinaus können die Whistleblowing-Systeme auch faktisch zur Entgegennahme von Hinweisen genutzt werden, die Verletzungen nationalen Rechts betreffen.

Was sind die Kernziele?

Ziel der EU-Whistleblower-Richtlinie ist es, die Aufdeckung von Verstößen gegen das EU-Recht zu fördern und gleichzeitig den Schutz von Hinweisgebern vor Sanktionen und Repressalien zu stärken. Im Kern steht die Pflicht von Unternehmen und Behörden, ein internes Meldesystem für Whistleblower einzurichten, das bestimmte Kriterien erfüllen muss.

Zeitplan: Ab wann gilt die Richtlinie?

Am 16. Dezember 2019 ist die „EU-Whistleblower-Richtlinie“ in Kraft getreten. Deren Umsetzung durch die nationalen Gesetzgeber muss in allen Mitgliedstaaten bis zum 17. Dezember 2021 erfolgen. Dann sind auch die Firmen und Behörden in Deutschland gefordert, die Vorschriften einzuhalten und entsprechende Melde- und Schutzmechanismen im Betrieb zu etablieren. Deswegen sollte man schon jetzt die Weichen dafür stellen und entsprechende Vorkehrungen treffen, um die Maßnahmen dann wie vorgeschrieben umsetzen zu können.

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